Integratio® - Fensterhelfer
Grundsätze der Herstellung


Beachten Sie bitte, daß wir nur grundsätzliche Informationen - dargestellt am Beispiel des Systems Fenonyma - geben können. Sämtliche Teile dieser Serviceleistung sollen Sie beraten; eine Rechtsverbindlichkeit kann nicht abgeleitet und für den Inhalt muß jede Haftung ausdrücklich abgelehnt werden.


Statik am Fensterflügel?

Auf die Rahmenprofile des Fensterflügels wirken unterschiedliche Kräfte. In der nachstehenden Betrachtung sollen diese "am Beispiel eines unzulässig großen Fensters" beschrieben werden.

Die aus der Klotzung des Flügels wirkenden Kräfte (erf. Iy-Wert der Querschnitte) sollen nicht beachtet werden, zumal sich die Betrachtung bei Verwendung einer Glas-Dichtungsebene auf Versiegelungsbasis oder mit Integratio®-Glas-Vorlagedichtungen mit Klebezone erübrigt.

Welche Windlasten zu berücksichtigen und wie sich die Lasten verteilen, kann der Seite "ERLÄUTERUNG UND EINLEITUNG IN DIE FENSTERSTATIK" - Page4610 entnommen werden. Bei der Betrachtung gehen wir von 0,60 kN/m2 (60 kp/m2) aus.

Die obenstehendeAbbildung soll ein Dreh-, Kipp- oder Drehkippfenster darstellen, welches in dieser Größe normalerweise nicht gebaut werden dürfte; also nur der Verdeutlichung des ggf. möglichen ungünstigsten Lastfalles dienen soll. Die danach größte frei gespannte freie Länge zwischen zwei Verriegelungspunkten ist rechts am grau hinterlegten Feld mit 70 cm angegeben. Der Flügelrahmen wäre demnach statisch wie ein Balken auf zwei Lagern mit einer darauf befindlichen gleichmäßig verteilten Streckenlast. Korrekt betrachtet handelt es sich zwar um einen Mehrfeldträger; hier soll aber vereinfacht vom ungünstigeren Fall ausgegangen werden.

Das erforderliche Trägheitsmoment Ierf. errechnet sich wie auf Page4614 dargestellt; demgemäß ergibt sich bei einer Last von 0,60 kN/m2 (60 kp/m2)

Ierf. = 0,1856 cm4 für Stahlprofile mit einem E-Modul von 210000 N/mm2
gerundet
0,2 cm4
I
erf. = 14,2931 cm4 für Kunststoffprofile mit einem E-Modul von 2730 N/mm2

Sofern man davon ausgeht, daß der E-Modul von Hart-PVC unter Berücksichtigung geringer Durchbiegungen (L/300) nicht mit einem E-Modul von 2730 N/mm2, sondern mit 1400 N/mm2 anzunehmen (Veröffentlichung in Fachbeiträgen in 1983 - "Die Bewertung des Biege-E-Moduls von PVC im Fensterbau überdenken?") ist, ergibt sich

Ierf. = 31,1849 cm4 für Kunststoffprofile mit einem E-Modul von 1250 N/mm2
gerundet
31,2 cm4

Die Werte ergeben sich bei einer Last von 0,60 kN/m2 - nachfolgende Werte stehen für höhere Beanspruchnungsgruppen bzw. Staudrücke.

-

Gebäudehöhe

Staudruck

entspricht
Beanspruchungsgr.

L/300

Ierf. bei
Stahl

Ierf. bei
Kunststoff

nor-
male
Bau-
werke

0 bis 8 m
über Gelände

0,60 kN/m2
(60 kp/m
2)

"A"

Faktor 1,00

0,2 cm4

31,2 cm4

8 bis 20 m
über Gelände

0,96 kN/m2
(96 kp/m
2)

"B"

Faktor 1,60

0,3 cm4

49,9 cm4

20 bis 100 m
über Gelände

1,32 kN/m2
(132 kp/m
2)

"C"

Faktor 2,20

0,4 cm4

68,6 cm4
Die Ermittlung zeigt, daß normalerweise auf eine statische Bewertung der Flügelprofile unterbleiben kann. Sofern die üblicherweise vom Beschlaghersteller vorgegebenen Schließerabstände eingehalten werden, ist auch bei Annahme eines E-Moduls von 1250 N/mm2 das höchste erforderliche Trägheitsmmoment ein von den meisten Flügelprofilen erreichter Wert. So weist das unten abgebildete Flügelprofil des Systems Fenonyma (Maße siehe Page422 ) 69 cm4 auf

und das Standard-Verstärkungsprofil hat ein Trägheitsmoment (Ix) von 2,9 cm4.


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