Integratio® - Fensterhelfer


Daten/Zahlen zum Fenster

Die technischen Daten von Kunststoff-Fenstern werden (sinngemäß) in den Güterichtlinien der

Gütegemeinschaft
Kunststoffenster und -Türen e. V.
Bockenheimer Anlage 13
D - 60322 Frankfurt am Main

festgeschrieben. Sie stellen den Stand der Technik dar und beschreiben u.a. die Bereiche:

Abschnitt I

Kunststoff-Fensterprofile

Abschnitt II

Eignungsnachweis des Fenstersystems (die sogen. Systemprüfung)

Anhang zu Abschnitt II

Einbaurichtlinien für Kunststoff-Fenster

Abschnitt III

Fensterfertigung

Anhang zu Abschnitt III

Durchführung der innerbetrieblichen Qualitätskontrolle (Eigenüberwachung)

Anhang zu den Abschnitten II und III

Einbaurichtlinien für Kunststoff-Fenster

Usw. Selbstverständlich ist die Bezugnahme auf diese Richtlinien - Kunststoff-Fenster, Gütesicherung, RAL-RG 716/1 bzw. RAL-GZ 716/1, Abschn. I, Kunststoff-Fensterprofile - lediglich ein Hinweis. Sie geben jedoch die zu beachtenden Punkte und den Stand der Technik in komprimierter Form wieder. Darüberhinaus haben wir zu den Themen teilweise aus der gutachterlichen Tätigkeit gewonnene Erfahrungen einfließen lassen und bspw. Alternativen aufgezeigt.

Technische Daten und Hinweise

Eckenverbindung

Spiegelschweißung. Erforderlicher Schweißfaktor größer/gleich 0,7.

Glasleisten und Ergänzungsprofile

durchgehend verrastet, leicht montierbar. Insbesondere die Demontage der Glasleisten sollte ohne Verletzung von Rahmenkanten möglich sein.

Dichtungen

alterungs- und witterungsbeständiges synthetisches Gummi, d.h. APTK/EPDM, Farbe: schwarz.

Besser: Dichtungen aus thermoplastisch verarbeitbaren Elastomeren, sogenanntem TPE. Material/Typen beachten, einige Materialien sind nur in geschützten Bereichen (Mitteldichtung im Falz) ohne Qualitätsverluste einsetzbar.

Verglasung

Zwei- und Dreischeiben-Isoliergläser sowie Funktionsgläser für Sonnen-, Wärme-, Schallschutz usw. Spaltmaße bis ca. 45 mm sollten für die Verglasung möglich sein. Brüstungsfelder u.dgl. sollten Spaltmaße für den Einbau geeigneter Sandwich- bzw. Isolierelemente aufweisen.

Verglasungsart

Trockenverglasung mit Profilen gemäß Dichtungsbeschreibung

Besser: Versiegelung mit geeigneten Vorlegeprofilen und möglichst neutral vernetztem Silikonkautschuk oder ähnliche Verglasungssysteme, die einen hohen Kraftschluß zwischen Glaskante und Rahmenprofil herbeiführen.

Entwässerung, Belüftung

verdeckt, durch separate Vorkammern. Eine Entwässerung durch die Verstärkungskammern, auch wenn diese mit Röhrchen o.dgl. ausgeführt ist, kann zum Wassereintritt in die Verstärkungskammer führen.

In bezug auf die Glasfalzbelüftung sind die Garantiebestimmungen der Isolierglasindustrie zu beachten.

Entwässerungs- und Belüftungsöffnungen sollten einen Durchmesser von größer/gleich 8 mm aufweisen oder schlitzförmig 6 x 25 mm ausgeführt sein.

Verstärkung

nach DIN 18055 oder 18056, mit verzinkten, kaltgewalzten Spezial-Stahlprofilen oder handelsüblichem Stahlrohr, feuerverzinkt, nachgerichtet.

Durchbiegung

in allen normalen Fällen kleiner/gleich L/300 bzw. 8 mm. Bei Spezialgläsern sind die Vorgaben des Herstellers zu beachten.

Statik

in allen Sonderfällen sollte ein statischer Nachweis erfolgen. Die Addition der in einer Profilkombination enthaltenen Verstärkungsprofile ist möglich, wenn die einzelnen Profile kraftschlüssig miteinander verbunden sind.

Montage

in allen Mauerwerks-Anschlagarten, Baustoffen und Baukörpern. Anschlüsse bzw. Kontakt zu ungesättigten organischen Verbindungen (Bitumen, Leinölkitt u.dgl.) sind zu verhindern.

Beschläge

handelsübliche Beschläge (sogen. Euronormbeschläge mit 16 mm Stulpschienen) nach den Richtlinien der Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge e.V., Velbert.

Beschlagbefestigung

mit Spezialschrauben in mind. zwei Profilwandungen oder in Schraubkanäle. Die Verschraubung durch Kunststoffstege in die Stahlverstärkung sollte nur bei Beschlagteilen durchgeführt werden, die zusätzliche Elemente (sogen. Tragdorne od. -stifte) gegen seitliches Verschieben aufweisen.

Fugendurchlässigkeit

gem. DIN 18055. Der zulässige Fugendurchlaßkoeffizient, je nach Beanspruchungsgruppe zulässig: 2,0 oder 1,0 m3/h m (kN/m2), wird normalerweise nicht erreicht. Übliche Werte sind ca. 0,2 m3/h m (kN/m2).

Schlagregensicherheit

bei den gem. Beanspruchungsgruppe geprüften Fenstern, darf an keiner Stelle Wasser auf die Raumseite bzw. in das Bauwerk gelangen.

Pflege

Rahmen und Dichtungen sollten nur mit normalen Haushalts-Reinigungsmitteln gepflegt werden. Fett- und lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel dürfen nicht verwendet werden.

Glasreiniger sollten glasklar sein. Vorhandene Einfärbungen können auf die Rahmenprofile einwirken.

Die Beschläge müssen in regelmäßigen Abständen auf korrekten Schraubensitz usw. überprüft und an den vorgegebenen Punkten gefettet werden. Die Baubeschlagindustrie stellt auf Anforderung entsprechende Pflegeanleitungen zur Verfügung.

Wartung

Kunststoff-Fenster sind nicht wartungsfrei. Die Hersteller bieten Wartungsverträge an. Nach diesen werden u.a.

  • Sitz der Dichtungen,
  • Dichtigkeit der Dichtungsecken,
  • Beschlagfunktion, korrekter Sitz der Schrauben und Verbindungsteile Einstellen, Verschleiß. Achtung: Überprüfung in Abständen von max. 2 Jahren aus Haftungs-/Garantiegründen erforderlich.
  • Fugen zwischen Fensterrahmen und Baukörper inspiziert bzw. ggf. repariert.

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